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AUSSTELLUNGEN:

BERLINER LISTE
GALERIE m beck HOMBURG
15. September – 17. September 2017
LANDSCAPE/SCOPE II

AUSSTELLUNG IM HAUS DER UNTERNEHMENSVERBÄNDE SAARBRÜCKEN
Apart – GALERIE m beck HOMBURG 
22. Mai – 12. Juni 2017
PLAIN WHITE CANVAS

ART KARLSRUHE
GALERIE m beck HOMBURG
16.Februar – 19.Februar 2017
GRUPPENAUSSTELLUNG TOD UND WAGNIS

ART FAIR KOELN
GALERIE m beck HOMBURG
26.Oktober – 30.Oktober 2016
PLAIN WHITE CANVAS

GALERIE m beck HOMBURG
2.September – 4.Oktober 2016
TOD UND WAGNIS

 

GALERIE m beck HOMBURG
1.Juli – 26.Juli 2016
PLAIN WHITE CANVAS

NG4
GALERIE m beck HOMBURG
1.Juli – 26.Juli 2016

AUSSTELLUNG ARMONA KLINIK AM THIERSEE
seit Juni 2016 
http://www.armona.at

Galerie m beck HOMBURG – Statement zu den Werkreihen aus 2016

Die Arbeiten von Renate Höfer erinnern auf den ersten Blick an den Rorscharttest. Dieser Sehtest, entwickelt für den medizinischen Bereich der Psychodiagnostik 1921 von Hermann Rorschart, basiert auf einem gefaltetem Papier mit Tuschekleksen und dem Erkennen von etwaigen Mustern und Figuren.
Die Spiegelungen und Bildachsen des Sehtestes sind im ersten Werkkomplex von Renate Höfer ebenfalls enthalten. Dabei spielen Struktur und Muster unterschwellig eine Rolle und lassen zunächst kein klassisches einzel Bildmotiv erkennen Diese sind jedoch auf den zweiten Blick vorhanden.
Der zweite Werkkomplex ist von den Formaten und Motiven großflächiger angelegt. Die amorphen Strukturen, welche an der Kleksographie angelehnt sind, werden zum Hauptbestandteil des Motives. Die Kanten der Klekse sind geglättet und zu sehen sind Ellipsen und Kreise im kräftigen schwarzen Farbton. Ihnen entgegen stehen zarte, warme Farben und Farbverläufe, die auf eine weitere Bildebene verweisen.

Renate Höfer bewegt sich mit ihren Arbeiten zwischen verschiedenen Stilen der zeitgenössischen Kunst. Auf der einen Seite sind in ihren Arbeiten Elemente der impulsiven Kleksographie, die wiederum Teil der lyrischen Abstraktion ist, vorhanden. Auf der anderen Seite gibt es im Werk von Renate Höfer auch Bestandteile vom seriellen Mustern und Geometrie, die als Anlehnung an die Art&Crafts Bewegung des ausgehenden 19. Jahrhunderts gesehen werden kann. Die Art&Crafts Bewegung nahm Bauzierelemente des Mittelalters, also Stilelemente der Romanik und Gotik auf und kreierte auf Basis derer größtenteils florale Muster. Diese fanden als Vorlage z.B. in der Stoff und Textilindustrie Verwendung. Renate Höfer hat über Jahrzehnte in dieser Branche gearbeitet.

Eine weitere Herangehensweise an die Werkreihen von Renate Höfer bieten die Naturwissenschaften an, insbesondere die der Biologie. Diese Wissenschaft hat sich ua zum Ziel gesetzt, kleine und kleinste Strukturen, Muster und Zusammenhänge in der Natur zu entdecken und zu erforschen. Der Aufbau von Gewebezellen und deren Anordnung in und zu einem Lebewesen sind ua Themenbereiche dieser Wissenschaft. Die dort gefunden Muster und Strukturen sind ebenfalls Bestandteil in den beschriebenen Werkreihen. So schließt sich der Kreis von Marko zu Mikrokosmos und zeigt, dass der Begriff „Kunst“ nicht immer nur etwas mit dem Menschen zu tun haben muss.

Christopher Naumann
Galerist

PRESSE:

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